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Hallo lieber Leser,

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Hier in unserem Blog berichten wir euch von unserer täglichen Arbeit mit den Greifvögeln, am Falkenhof und besonders unterwegs zum Training und Filmaufnahmen mit der EagleCam. Wir freuen uns wenn ihr vorbeischaut.

 

 

 

Ja, die letzten 10 Tage waren hinsichtlich Parahawking ereignisreich. Wir waren mit Leni wieder am Bucherhang, am Segelflugplatz Greiling zum Windenschlepp und haben unseren ersten Höhenflug vom Blomberg gemacht; Falknerei - Intensivprogramm sozusagen, aber Eins nach dem Anderen. Nach dem ersten Erfolg am Bucherhang ließ mich die Idee nicht los einen Flug mit Leni im Windenschlepp am Segelflugplatz zu versuchen, gleich am Mittwoch, (14.4.) habe ich dann spontan Helmut angehauen und mich mit ihm auf unserem Schleppgelände in Greiling getroffen.

Einmal kurz eingeflogen mit dem Tandem Gleitschirm dann ging es gleich los mit Leni. Mit 1000m Seil liesen wir uns die lange Schleppstrecke raufziehen und erreichten so gute 500m Höhe.

parahwking leni helmut paul

Erwartungsvoll und zum Start bereit, Rotmilan Leni, Falkner Paul und mein Pilot Helmut

windenschlepp.jpg

Nur 3 Schritte und los geht's


parahawking_windenschlepp_start

Start am Segelflugplatz Greiling, Franz der Windenbär schleppt uns gefühlvoll nach oben. Der erste Flug ging natürlich voll in die Hose. Ich habe Leni nach dem Ausklinken abgehaubt, kurz gefüttert und dann starten lassen. Nach wenigen Augenblicken die Leni dem Schirm folgte legte sie die Flügel an und machte einen Sturzflug richtung Grund. Wahrscheinlich war ihr das suspekt dass wir eben noch am Boden standen, dann wurd es dunkel unter der Haube und plötzlich sind wir auf 500 Meter höhe -> Reaktion: Reset

Leni gondelt bodennach ein wenig im Wind und fliegt selbstständig zum Startplatz zurück wo die anderen Schirme sind. Wenigstens weiß sie wo sie hingehört. 2. Versuch! Fehler aus Versuch 1 erkannt, daher lasse ich die Haube nur beim Start selber drauf und nachdem wir stabil im Schlepp sind haube ich Leni ab und lasse sie beim Aufstieg zuschauen. Nach dem Ausklinken fliegt sie noch kurz auf dem Handschuh mit und dann lasse ich sie abstarten. Hurra, sie lässt sich kurz einige Meter zurückfallen und dann Landung auf dem Handschuh. Während des Abstiegs wiederholen wir das so ca. 5 mal wobei Leni sich immer weiter vom Schirm entfernt bevor sie zurückkehrt. Rund 200m über Grund verabschiedet sich Leni und dreht für sich noch ein paar Runden in Sichtweite. Wir landen am Startplatz und nach ein paar Rufen kommt auch Leni zurück zu mir und landet am Handschuh. => Fette Belohnung! Parahawking an der Winde - ich glaube das war Weltpremiere, weil Parahawking mit Hangstart ist ja prinzipiell nichts neues aber Windenschlepp hat meines Wissens nach noch keiner probiert.

Zwischendrin dann noch mal ein Tag am Bucherhang mit mehreren Flügen und Landungen


von Leni in der Luft. Helmut soart auch mal solo mit dem Tandem weil's grad so schön geht. Leni fliegt nach und weil kein Handschuh mit Futter da ist landet sie einfach bei Helmut auf dem Helm und fliegt ein gutes Stück über die nächst Kurve gemütlich mit bis ich sie zu mir zurückrufe.

parahawking_helmut_leni_bucherhang.jpg

 

Nachdem das jetzt recht konstant hinhaut nehmen wir unseren ersten Höhenflug in Angriff. Schon leztes Jahr hatte ich Flo Fiedler von Go! Film versprochen dass er mal einen Beitrag für das Fernsehen über das Parahawkingprojekt machen darf. Es sollte nun ein 4-minüter für die Sendung "Gut leben" bei ServusTV werden und weil grad alles passte und der überregionale Wind sauber auf nordost stand entschlossen wir uns für einen Versuch am Blomberg.


Mit dem Sessellift geht es auf den Berg. Die Höhendifferent zwischen Start- und Landeplatz ist so ungefähr 700 Höhenmeter.

parahawking_blomberg_fernsehen.jpg

Hier bei der Startvorbereitung. Als alles fertig ist lasse ich Leni schon mal eine Runde drehen, hopla - wir haben ein ernsthaftes Problem. Eine Feder in Leni's rechtem Flügel ist geknickt und steht senkrecht nach oben. Das ist gelinde gesagt eine aerodynamische Katastophe und bereitet Leni heftige Probleme. Wir bewundern wie sie es schafft sich trotzdem irgend wie in der Luft zu halten ohne abzustürzen, das ist immerhin vergleichbar wie ein Flug mit dem Gleitschirm mit einem ganz massiven Verhänger. Aber Leni führt uns wieder mal vor! Die Natur kann's halt doch besser. Mit einem kurzten Knipser mit der Schere ist die geknickte Feder schnell entfernt und gesichert. Die wird später wieder repariert, das geht dank der innen hohlen Federkiele recht einfach, man verbindet die zwei teile einfach mit einem eingeglebten Glasfaserstift.

So, es kann los gehen. Der Teufel ist ein Eichhörnchen! Beim Start eine Seitenwindböe und  unser Schirm legt sich auf das Gipfelkreuz. Glück im Unglück, ich kriege die richtige A-Leine zu fassen und der Wind hilft die Kappe ohne Beschädigung abgleiten zu lassen. Leni fliegt bereits, also schnell 2. Versuch, jetzt ist alles sauber und wir starten problemlos. Auch diesmal haben wir uns noch für den Tandem entschieden. Helmut fliegt und so hab ich Zeit mich 100%-ig auf Leni zu konzentrieren. Flo Bauer fliegt den zweiten Tandem mit dem Kameramann der uns in der Luft filmen möchte. Es folgt ein ca. 40 minütiger Flug, teils im dynamischen Aufwind teils thermisch. Leni fliegt wie blöd vor dem Gipfel hin und her und spielt mit dem Wind, hat sichtlich Spaß bei der ganzen Sache! Mal ist sie höher, mal sind wir mit dem Tandem Gleitschirm höher, wir fliegen oft aneinander vorbei, fliegen uns entgegen und Leni landet 4 oder 5 mal bei mir. Zwischendrin kriegt Leni kurz mal Ärger mit dem lokalen Mäusebussard und kassiert einmal kurz Haue von zwei Kolkraben, was sie aber eher nicht so sehr beeindruckt. Nachdem wir mit angelegten Ohren Höhe abgebaut haben um zum zweiten Tandem mit der Kamera runterzukommen geht uns jetzt leider ziemlich bald der Dampf aus und wir entschließen uns zum Landeplatz zu fliegen. Nicht so Leni, die ist noch nicht satt vom Fliegen und kurbelt noch ca. eine viertel Stunde weiter, spielt mit Wind und Thermik, aber alles in Sichtweite von mir. Der Landeplatz ist ca. 2000m vom Gipfel entfernt, da sieht man Leni gegen den blauen Himmel noch einigermaßen gut. Als sie sich ausgeflogen hat zieht sie richtung Landeplatz und macht einen superschönen Sturzflug zu mir auf die Hand - what a day!!!

Natürlich waren wir nicht alleine am Fliegen, eine ganze Hand voll Gleitschirmflieger waren mit uns unterwegs und waren durchweg begeistert von unserer Vorstellung. Knut Miesner von der Bay. Drachen- und Gleitschirmschule Penzberg war auch unterwegs und hat ein paar Fotos gemacht. Er hat auch gleich einen Bericht in seinem Blog gepostet, verbunden mit einem kleinen Gewinnspiel. Die Namen hat er verdreht, das wird nach dem Gewinnspiel aufgelöst. Zu gewinnen gibt es den goldenen Flugschulkeks und einen nagelneuen Windmesser von Bräuniger. Ihr müsst nur in seinem Gästebuch posten was für eine Vogelart Leni ist, eine lösbare Aufgabe. Zu Knut's Blog folgt ihr einfach diesem Link.

Leider bin ich von der Teilnahme ausgeschlossen Unschuldig

Mea Culpa, ich hab lange nicht mehr geschrieben. Saisonanfang im Falkenhof, seit Karfreitag haben wir wieder offiziell geöffnet und da ich bis 1. 4. alleine im Falkenhof war gab es alle Hände voll zu tun mit einfliegen der Vögel und den wichtigsten Reparaturen nach dem Winter. Auch das Training mit Leni hat gefordert. Mit der Wetterbesserung der letzten Wochen waren wieder viel mehr sinnvolle Trainingseinheiten möglich als mit Schnee.

Erfreulich: Vor zwei Tagen gelang nun die erste wirkliche Landung von Leni am Gleitschirm. Helmunt und ich flogen mit dem Tandem am Bucherhang. Für den Solo war einfach zu wenig Wind zum Soaren und so brauchte ich einen Piloten um eine Hand frei zu bekommen. Hier nun der Flug

 

Leider kann man nicht jeden Tag fliegen und leider muss auch ich mich ganz oft mit den profanen Dingen des Lebens befassen. Das bringt aber auch viel gutes mit sich. Der Grundstein für den Parahawking Bereich unserer Falkenhof Homepage ist jetzt gelegt. Nach und nach werden dort jetzt Inhalte zum Thema Parahawking und Falknerei gepostet.

Auch die Veranstaltungsplanung für unser Falknerspektaculum mit Mittelaltermarkt und Ritterturnier ist nun soweit abgeschlossen. Das Programm steht, der Mittelaltermarkt und die Lager sind voll besetzt und alle Teilnehmer freuen sich natürlich schon auf die Ritterturniere der Herzog Tassilo Ritter. Der Bereich Falknerspektaculum wird jetzt auch in den nächsten Tagen mit den letzten Infos ergänzt.

Derzeit ist das Wetter wieder kalt und winterlich und es soll noch einmal schneien. Ich hoffe jetzt auf eine schnelle Wetterbesserung und nicht mehr all zu viel Schnee, denn das Training mit unserem Rotmilan Leni am Übungshang war in den letzten Tagen sehr vielversprechend. Sobald es die erste Frühjahrsthermik gibt freue ich mich auf die ersten richtigen Höhenflüge zusammen mit Leni.

Mehr als ein Jahr Arbeit brachten rund 80 Stunden Filmmaterial. Daraus das schönste Material herauszusuchen und in eine nur 45 minütige Doku zu packen - eine fast unlösbare Aufgabe. Am letzten Samstag feierte der neue Film von Christian Herrmann "Der Fjord in den Bergen" vor fast 500 Gästen in Tannheim Premiere. tannheim_premiere

Viele die gekommen waren mußten draußen bleiben weil der Saal überfüllt war. Die kurzerhand für Sonntag angesetzte zweite Vorstellung füllte den Saal wiederholt bis auf die letzten Plätze. Wer es hereingeschafft hatte sah einzigartige Bilder des Vilsalpsees und der umgebenden Landschaft. Die traumhaft schönen Bilder spiegeln die vielfältige Fauna und Flora des Naturschutzgebietes auch aus Perspektiven die sonst verborgen bleiben. Steinadler Sky lieferte mit seiner neuen Full HD Rückenkamera wieder unglaublich schöne Adlersubjektiven. Tief beeindruckt haben mich aber vor allem auch die Unterwasseraufnahmen von Sigi Braun dem es sogar gelang eine durch die kompakte Eisschicht des Sees einbrechende Lawine zu filmen. Für alle die den Film noch nicht gesehen haben und auch für alle die ihn sich auch ein zweites mal nicht entgehen lassen wollen ist der 27. März ein fester Termin im Kalender. Dann wird "Der Fjord in den Bergen" um 19 Uhr bei "Natur Exclusiv" im Bayerischen Fernsehen zu sehen sein. Ich und mein Team freuen sich nun schon auf unser nächste Projekt zusammen mit Christian Herrmann. Die Doku beleuchtet die Renaturierung des Sielmannweihers in Billafingen in der Nähe des Bodensees. Das Gebiet wurde von Professor Peter Berthold von der Max Planck Gesellschaft seit 1971 systematisch untersucht. Seit der Renaturierung 2004 ist die Artenvielfalt innerhalb von nur 5 Jahren um 43% ! gestiegen. Auch Greifvogelarten wie der Rote und der Schwarze Milan Brüten inzwischen wieder in dem Gebiet. Für diesen Film werden wir mit unserem Rotmilan "Leni" vor der Kamera stehen und einen jungen Europäischen Seeadler eigens ausbilden. Über die geplanten Bilder wird noch nix verraten, aber sie werden spektakulär - ganz sicher ;o) Lasst euch überraschen.

Bereits 2007 drehte das Team um Mathias Roten und Ueli Kestenholz den ersten Playgravity Film, der dann auch prompt 6 Filmpreise abräumte. Nun ist ein neuer Film in Arbeit der wieder mit absolut atemberaubenden Filmaufnahmen von Natur in Verbindung mit Extremsport begeistern soll. Bereits letzten Sommer kontaktierte mich Lorenz Roten und fragte nach ob ich Lust hätte am Projekt mitzuarbeiten. Letzte Woche hat mich Lorenz dann hier in Lenggries besucht. Wir sprachen über das Projekt und Lorenz schaute sich zwei Tage lang meine Trainingsflüge mit Sky und Leni an. paul_lorenz_sky:jpg

Leni und Sky zusammen mit Gleitschirm an ganz besonderen Orten wäre eine wunderbare Ergänzung für das Thema. Zwei Drehorte haben wir in's Auge gefasst. Zum einen die Grande Dixence Staumauer (höchste Gewichtsmauer der Welt) an der man in wilder hochalpiner Umgebung bei Nordwind soaren kann. Zum anderen kommt die Dune du Pyla in Bordeaux, Frankreich in Frage. Die wohl größte Sanddüne Europas mit einer Höhe von rund 100 Metern und einer Länge von ca. 3 Kilometern. Wir haben beschlossen uns zunächst mal auf die Düne zu konzentrieren und werden uns anfang Juni 2 ganze Wochen Zeit nehmen und dort drehen. Für das Parahawking finden wir dort zu dieser Zeit ideale Bedingungen vor. Wenn das Wetter "normal" ist steht der thermisch bedingte Seewind den ganzen Tag vom Meer her an und man kann Stundenlang an der Düne entlangsoaren. Vor allem die Tatsache dass ich ganze 2 Wochen Zeit bekomme um nur eine Sequenz zu drehen ist natürlich genial. Das ist Arbeiten ohne Druck und bei 14 Tagen Kamerazeit werden wir mit Sicherheit einzigartige Bilder drehen können. Bis dahin wird freilich fleißig zuhause trainiert. Wenn es neuigkeiten zum Projekt gibt schreibe ich natürlich sofort darüber. Infos zum Playgravity Film gibt es unter www.playgravity.com

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